Lagos & die west-Algarve
Eine Reise durch die glorreiche Vergangenheit Portugals bis hin zum Ende der Welt!

Wo die Reise in die neue Welt einmal begann

Lagos, eine wunderschöne Stadt im Westen der Algarve, hat eine sehr fröhliche und entspannte Atmosphäre. Urlauber aller Altersgruppen schlendern durch die kleinen Gassen der Altstadt und schätzen die vielen Restaurants, Bars und Geschäfte, die dort zu finden sind. Das geschäftige Nachtleben und die nahe gelegenen spektakulären Strände ziehen trotz der größeren Entfernung zum Flughafen Faro viele Besucher an.

Die Strände rund um Lagos wurden mehr als einmal als die schönsten der Welt bezeichnet.

Lagos ist nicht nur eine sehr angenehme Stadt, sondern hat auch eine reiche Vergangenheit, auf die die Einheimischen sehr stolz sind.

Die Stadt war um 2000 v. Chr. Unter dem Namen Lacóbriga zum ersten Mal bekannt. Anfangs wurde es von den Phöniziern und den Karthagern besucht. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt zum Ausgangspunkt für die von Heinrich der Seefahrer initiierten Entdeckungsreisen. Von hier aus organisierte er die großen Entdeckungsreisen auf den afrikanischen Kontinent.

Als der Handel zwischen Portugal und Afrika einst florierte, wurde diese Region zu einer der reichsten der Welt. Die Stadt war bekannt für ihren Handel mit Elfenbein, Gold, Silber und anderen exotischen Gütern. Lagos war auch für eine sehr grausame Form des Handels bekannt, nämlich für den Sklavenhandel. Es war nämlich diese Stadt, in der im 15. Jahrhundert der erste Sklavenmarkt in Europa entstand. Lagos war von 1576 bis 1756 die Hauptstadt der Algarve.

Der älteste Teil von Lagos ist immer noch von Stadtmauern umgeben. Die Stadtmauern wurden im 16. Jahrhundert erbaut, als die Stadt noch Residenz der Gouverneure der Algarve war. Die Festung Ponta da Bandeira aus dem 17. Jahrhundert war auch Teil dieser Festung. Das Fort ist über eine Zugbrücke erreichbar und vor Ort gibt es ein kleines Museum über die Entdeckungszeit.

Auf dem Platz Praça Infante Dom Henrique steht eine Statue von Heinrich dem Seefahrer, der auf das Meer schaut. Auch die Kirche Santa Maria befindet sich am selben Platz. Von dieser Kirche aus dem 15. Jahrhundert ist nur noch die ursprüngliche Fassade erhalten. Der Rest wurde nach dem Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut.

Die Kirche des Hl. Sebastian, die auf einem Hügel direkt hinter dem Fischmarkt liegt, stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Aufgrund ihrer Lage hat man dort einen freien und schönen Blick über die Bucht von Lagos.

Die prunkvolle Kirche von San Antonio wurde 1769 wieder aufgebaut, kurz nach dem verheerenden Erdbeben von 1755. Vergoldete und bemalte Schnitzereien, dicke Engel und mythische Tiere beziehen sich auf das Barock.

Die Kirche dient als Eingang zum Regionalmuseum (Museu Regional) von Lagos. In diesem kleinen Museum gibt es eine Reihe schöner Priestergewänder zu sehen. Sie sehen dort z.B. ein Gewand, das manuell mit Goldfaden bestickt wurde. Dieses Gewand wurde in einer Messe getragen, die 1578 dem Dom Sebastiao gewidmet war. Dom Sebastiao wollte gerade nach Marokko aufbrechen, wo er kurz darauf mit 8000 Mann auf dem Schlachtfeld starb.

Bewundern Sie auch die Altare wie den dreidimensionalen Korkaltar oder einen fahrbaren Altar mit einer mit einer mit vergoldetem Holz bedeckten Statue des Hl. Antonius, der im 17. Jahrhundert von der portugiesischen Armee auf Mission eingesetzt wurde. In der Volkshalle finden Sie auch ein Miniaturwerk der ganz anderen Art, nämlich ein Modell eines imaginären, aber typischen Küstendorfes. Ein Einwohner von Lagos arbeitete mindestens 5300 Stunden hieran und auch der Gründer des Museums, der Herr José Formonsinho hat dazu beigetragen.

Meia Praia ist mit einer Länge von über 4 km einer der längsten Sandstrände der Algarve und der einzige lange Sandstrand in der Umgebung von Lagos. Im Sommer können Sie zahlreiche Wassersportarten ausüben und während eines langen und entspannenden Strandspaziergangs das ganze Jahr über das plätschernde Wasser genießen.

Der atemberaubende Küstenstreifen von Ponte da Piedade liegt etwa 3 km südlich von Lagos. Unter den schroffen Sandsteinfelsen befinden sich rote und gelbliche Felsformationen, die Zugang zu zahlreichen versteckten Höhlen bieten. Das Kap mit dem Leuchtturm darüber ist ein wunderschöner Ort, um einen romantischen Sonnenuntergang zu genießen.

Der Strand von Praia de Dona Ana wurde mehrmals zum schönsten Strand Europas und sogar zu einem der schönsten Strände weltweit gewählt! Praia de Dona Ana ist auch der Strand, der auf unzähligen Postkarten abgebildet ist. Es ist ein ziemlich kleiner und sehr intimer Strand am kristallklaren Meer, gelegen in einer geschützten Bucht und umgeben von hohen roten Klippen. Von hier aus können Sie auch die nahe gelegenen Höhlen und Buchten mit einem Ausflugsboot erkunden.

Lagos und Umgebung bieten ein wunderschönes Panorama. Von Ponte da Piedade (gegenüber dem Leuchtturm) haben Sie einen fantastischen Blick über die Bucht von Lagos und bis zur Küste von Sagres. Während Sie im Hintergrund die Berge von Monchique erkennen, können Sie bei klarem Wetter sogar Albufeira in Richtung Osten sehen.

Eine Reise bis ans Ende der Welt

Die kleine Hafenstadt Sagres ist die südwestlichste Stadt des europäischen Kontinents und damit ein hervorragender Ausgangspunkt um die wunderschönen Strände und die Natur der zerklüfteten algarvischen Westküste zu erkunden. Die Stadt ist auch unter Surfern sehr bekannt wegen des rauen Meeres und der unberührten Strände dieser Region.

Die größte Attraktion der Stadt ist Fortaleza de Sagres. Dieses imposante Gebäude befindet sich am Arm der steilen Halbinsel Ponta de Sagres und ist ein Nationaldenkmal von großer historischer Bedeutung. Mit der Zeit half es, die Stadt vor Überfällen in Nordafrika zu schützen. Heinrich der Seefahrer hätte auch die Organisation seiner großen und gefährlichen Expeditionen in dieser Festung geleitet. Diese Expeditionen liessen schließlich große und unbekannte westafrikanische Gebiete auf die Weltkarte erschweinen und waren der Beginn des goldenen Zeitalters von Portugal.

Die 60 m hohen Klippen bieten einen natürlichen Schutz für die Festung und die Stadt. Im Innenhof des Forts sehen Sie einen sehr großen Kompass (Rosa dos Ventos) und die Kapelle Nossa Senhora da Graça

Die einzigartige Windrose mit einem Durchmesser von 43 m wurde zur Messung der Windrichtung verwendet.

In der Kapelle finden Sie Statuen vom heiligen Vinzent. Das weiße Gebäude ist in Richtung Cabo Sao Vincente ausgerichtet und von Ruinen der alten Festung umgeben. Von der Festung selbst ist noch sehr wenig übrig. Wie so viele Gebäude wurde auch dieses Fort während des großen Erdbebens und des Tsunamis von 1755 fast vollständig zerstört.

Die geographische Lage war im 15. Jahrhundert ein wichtiger strategischer Ort, als Handel und Schifffahrt zwischen dem Mittelmeerraum, Afrika und Nordeuropa blühten. 1421 wurde das Fort von dem wohlhabenden und einflussreichen Infante D. Enrique (Heinrich der Seefahrer) gegründet.

Das Fort ist umgeben von Geschichte und Mythen. Hier soll die legendäre nautische Schule (Vila do Infante) gewesen sein. Prinz Heinrich der Seefahrer versammelte hier Astronomen, Kartographen, Astrologen und Geographen aus aller Welt, um Expeditionen zu planen und Wege zur Verbesserung der Seefahrt zu finden. Sein Privathaus befindet sich am Cabo São Vicente, wo jetzt der Leuchtturm steht. Er starb jedoch 1460 in der Festung von Sagres.

Während der spanischen Besatzung im Jahr 1587 war das Fort von Sagres das Zentrum eines Angriffs des britischen Kommandanten Sir Francis Drake.

Es besteht die Möglichkeit, am Rande der Halbinsel Ponta de Sagres entlang zu spazieren. Neben dem Leuchtturm gibt es auch ein großes Zugloch in den Felsen, so dass Sie die Wellen weit unter Ihnen hören können. Dieses Zugloch wird als "Atem des Meeres" bezeichnet.

Ein paar Kilometer außerhalb von Sagres liegt das berühmte Kap des heiligen Vinzents (Cabo São Vicente). Der Legende nach wurde dieses Kap nach einem Märtyrer aus dem 4. Jahrhundert benannt.

Das Kap hat ein mystisches Aussehen und wird heute auch als "das Ende der Welt" bezeichnet. Ursprünglich gaben griechische Chronisten dem Kap diesen Namen wegen des wilden Meeres, der dramatischen Kalksteinfelsen, des allgegenwärtigen Windes und der düsteren Landschaft.

Die Römer verehrten dieses Kap und nannten es Promontorium Sacrum. Die untergehende Sonne wird vom Ozean verschluckt.